Maximaler Wärmeschutz und Energieeffizienz

Die Außenwände eines Hauses sind weitgehend zweischalig aufgebaut. Id est, zwischen dem inneren und dem äußeren Gemäuer oder hinter der Klinkerfassade befindet sich ein bis zu zehn Zentimeter starker Hohlraum. Die Luft in dem Hohlraum bewegt sich und kann über Fugen und andere Öffnungen des Mauerwerks entweichen. Folglich geht viel deren im Innenraum erzeugten Wärmeenergie verloren. Vermittelst der Kerndämmung kann der Wärmeverlust jedoch reduziert und somit Heizkosten eingespart werden. Dazu wird der Hohlraum zwischen den Mauerwerkswänden mit festen Baumaterialien wie Mineral- oder Steinwolle, Polyurethan-Hartschaumstoff, expandiertem bzw. extrudiertem Polystyrol-Hartschaum oder Schüttgut gefüllt. Dank dieser Kerndämmung kann ein Auskühlen der Innenwände vermieden und somit der Schimmelbildung vorgebeugt werden. Die Kerndämmung mit einem Einblasdämmstoff wird auch als Hohlraumdämmung bezeichnet. Diese Art der Kerndämmung eignet sich auch für Hohlräume, die nur eineinhalb bis vier Zentimeter breit sind. Hierfür wird ein besonders feiner Einblasdämmstoff verwendet. Als Einblasdämmstoff können ein Hochleistungsdämmstoff oder ein spezielles Granulat Verwendung finden.

Dabei müssen Dämmmaßnahmen immer ins energetische Gesamtkonzept passen. Wer sich eine Heizung anschaffen möchte und diese auf den Energieverbrauch seines nicht gedämmten Hauses anpasst, dimensioniert diese möglicherweise etwas zu groß. Zumindest im Falle einer späteren Wärmedämmung. Dann hätte er Währung verschwendet. Und wer zuerst die Fenster austauscht und die Fassade erst Jahre später dämmen will, sorgt in der Zwischenzeit für erhöhte Schimmelgefahr. Denn wer moderne Fenster einsetzt, verlegt die kältesten Stellen vom Fenster in eine Zimmerecke, wo die Feuchtigkeit nicht so schnell auffällt. Eine vom Fachmann durchgeführte Thermografie, also eine Aufzeichnung mit einer Wärmebildkamera, kann genau aufzeigen, wo die Schwachstellen der vorhandenen Dämmung liegen. Gemeinsam mit einem Energieberater kann dann ein Plan zur schrittweisen energetischen Sanierung erstellt werden. Eine Fassadendämmung kann äußerst effizient sein, denn in Altbauten fallen bis zu 40 Prozent der Wärmeverluste über die Außenwand an. Preisgünstig und häufig angewendet werden hier sogenannte Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) aus Polyurethan, bei denen ein mehrschichtiges Dämmsystem auf die vorhandene Fassade aufgebracht wird.

Weitere Beschichtungen können Spezialimprägnierungen gegen Feuer- und Funkenflug sein. Gerade bei der Dämmung einer Außenwand sollte man darauf achten, nur schwer entflammbaren Dämmstoff zu verwenden. Ansonsten riskiert man nach dem nächsten Feuerwerk oder dem nächsten Grillfest im Garten einen Schwelbrand hinter der Fassade. Kunststoffbasierter Hartschaum ist bislang noch alternativlos, wenn man nach einem wirklich dauerhaften und wirkungsvollen Dämmstoff sucht. Gerade bei hoch aufbauender Fassadendämmung muss der Dämmstoff so leicht wie in Betracht kommen, damit sich die unteren Schichten nicht zu Staub zerdrücken. Blähperlen tönern können dies beispielsweise nicht leisten. Auch Papier- und Zellstoffbasierte Wärmedämmung ist für hochbeanspruchte Bereiche wie hinter einer Außenwand nur sehr bedingt geeignet. Hier ist die mangelnde Sicherheit gegen Frost und eindringende Feuchtigkeit ein limitierender Faktor. Ein Dämmstoff auf Zellstoffbasis eignet sich gut für den Innenbereich, wie für Zwischenbodendämmungen oder Trockenbauwände. Im Außenbereich und bei Gefälledämmung sollte ein hochwertiger Dämmstoff, wie beispielsweise Purenotherm, im Umlauf sein. Keine Gelegenheit auslassen werden schwere Fehler bei der Kerndämmung als Hohlwanddämmung an zweischaligen Fassaden gemacht. Die Kerndämmung von zweischaligem Mauerwerk mittels Einblasdämmtechnik sollte daher unbedingt dem qualifizierten und erfahrenen Fachbetriebe überlassen werden. Hier an der Zeit sein sichere Dämmstoffe besonders im Bezug auf Tauwasseraufnahme und Schadstoffausstoß und Wasserdampfdurchlässigkeit zu verwenden. Der Dampfdruckwiederstand der inneren und äußeren Wandschale sowie der Abstand der Mauerwerke muss dringend beachtet werden. Seit Längerem führen wir Kerndämmungen in Hannover durch. Seit 2004 bieten wir Wärmedämmung in Hamburg, Bremen und Bielefeld sowie umliegenden Ortschaften in Norddeutschland an. Es empfiehlt sich lassen sie sich Hand in Hand gehen Ortstermin an ihrem Objekt beraten. Sollte ihr Haus sich nicht oder nur bedingt für eine Kerndämmung eignen, so werden wir sie hierauf hinweisen. Uns ist eine ehrliche Beratung wichtiger als ein schneller Auftrag. Haben sie sich eine Kerndämmung einbauen lassen, neben anderen der sie nicht zufrieden sind? Zieht ihr Dämmstoff Wasser, ist sie lückenhaft eingebracht, sackt nach oder rieselt heraus? Es gibt das Know-how sowie die Maschinen, um lose, fehlerhafte Dämmungen abzusaugen. Feste wie z.B. mit Schaum eher schlecht. Hier muss dann tatsächlich erst die äußere Wandschale entfernt werden.

Die unter hohem Druck aus feinen Spänen gepressten Holzweichfaserplatten betten wir – zur Steigerung der kapillaren Leitfähigkeit – in Lehmmörtel und verputzen sie mit einem reinen Luftkalkmörtel. Größtenteils nutzen wir einen Armierungsmörtel und einen dünnlagigen Deckputz. Als Anstriche kommen in beiden Systemen hochwertige und diffusionsoffene Silikatfarben zum Einsatz. Wenn Sie die Fassade Ihres Gebäudes (Fachwerk, Klinker) erhalten und trotzdem dämmen wollen, empfehlen wir das bewährte und energieeffiziente Innendämmsystem. Neuere Untersuchungen belegen, dass die Gesamtenergiebilanz der Innendämmung die der Außendämmungen übertrifft. Da die Fassade durch die Sonne oder diffuses Licht erwärmt wird, erhöht sich die Oberflächentemperatur der Wände und verringert den Wärmefluss von innen nach außen. Das schafft nicht nur ein sehr behagliches als auch feuchtigkeitsregulierendes und schadstoffabsorbierendes Raumklima, sondern trägt auch zu der angenehmen Raumakustik bei. ], Holzweichfaser- bzw. Schilfrohrplatten bestehen. Dank der hervorragenden Materialeigenschaften kann auf die sonst übliche schadensanfällige Dampfsperre verzichtet werden. In Kombination mit einer Wandheizung wird durch deren behagliche Strahlungswärme ein angenehmes Raumklima geschaffen. Zur Dämmung von Dächern, Decken und Trockenbauwänden bieten sich Naturdämmstoffe als Matten, Stopfwolle bzw. Leichtlehm – und mineralische Schüttungen an. Als pflanzliche Produkte empfehlen wir Matten aus Hanf, Flachs und anderen einjährig nachwachsenden Rohstoffen.

Viele ältere Gebäude weisen ein sogenanntes Zweischalenmauerwerk auf, beim ein Hohlraum von typischerweise ca. 7 cm Dicke zwischen einer äußeren und inneren Mauerschale besteht. Solange dieser Hohlraum einfach mit Luft ausgefüllt ist, hat er keine gute Wärmedämmwirkung; zwar ist die Wärmeleitfähigkeit von Luft sehr gering, jedoch kann die Luft im Hohlraum zirkulieren, ermöglicht also einen Wärmetransport durch Konvektion (Umwälzung). Um diese Konvektion zu unterbinden, kann eine Einblasdämmung vorgenommen werden. Es kann z. B. ein Polystyrol-Granulat, ein Glasfasermaterial aus Altglas oder auch ein Aerogel durch dafür geschaffene Löcher in der äußeren Schale über einen Schlauch anhand einer Einblasmaschine eingeblasen werden. Diese Einblaslöcher haben einen Durchmesser von z. B. 3 cm und werden knapp unter den Geschossdecken, und zwar zwischen den Fenstern gebohrt. Auf diese weise kann der Hohlraum recht vollständig ausgefüllt werden. Anschließend werden die Einblaslöcher wieder verschlossen, bleiben aber oft noch etwas sichtbar (nicht unbedingt optisch störend). Wenn der Hohlraum zwischen den Schalen bei den Geschossdecken unterbrochen ist (was sich u. U. Geschoss separat gedämmt werden, d. h. In Relation zu anderen Methoden der energetischen Sanierung, etwa der Anbringung eines Wärmedämmverbundsystems, kann eine Einblasdämmung sehr kostengünstig vorgenommen werden.