Mineralwolle Oder Hartschaum

Im Neubau ist die Kerndämmung wie geschaffen Wahl für Bauherren, die die hohe Robustheit eines zweischaligen Mauerwerks mit hochwertigem Wärmeschutz verbinden wollen. Doch Vorsicht: Die Fassade eines zweischaligen Mauerwerks ist extrem langlebig, sodass die Dämmwirkung der Kerndämmung so gewählt werden sollte, dass sie auf längere Zeit gesehen hohe energetische Standards erfüllt. Eine Kerndämmung lässt sich nicht in beliebiger Dicke einbauen, denn der Zwischenraum, zwischen den beiden Mauerschalen, ist durch die gängigen Baunormen begrenzt. Erlaubt sind derzeit 150 Millimeter. Weitere Schalungsabstände bis zu 200 Millimetern benötigen eine gesonderte bauaufsichtliche Zulassung. Dämmstoffe einer entsprechend guten Wärmeleitstufe (WLS) ermöglichen allerdings bereits beim normativ zugelassenen Schalungsabstand sehr niedrige Wärmedurchgangswerte, die die gesetzlichen Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllen. Mit einem erweiterten Schalungsabstand lässt sich diese Wirkung dann zweimal verbessern. Wie bei der nachträglichen Kerndämmung im Einblasverfahren müssen auch beim Neubau die Dämmstoffe dauerhaft wasserabweisend (hydrophob) sein. Da die Dämmung allerdings direkt in die Wand eingebaut wird, bieten sich hier Dämmplatten aus Hartschaumstoff oder Dämmvliese aus Mineralwolle an. Beim Bau wird die Dämmung mit Ankern, die in die Querfugen des Mauerwerks eingelassen sind, fixiert. Diese Befestigung ermöglicht es, die Kerndämmung auch in hinterlüfteter Form einzubauen. Das bedeutet, dass zwischen Dämmung und Verblendmauerwerk wie bei der hinterlüfteten Vorhangfassade eine schmale Luftschicht bestehen bleibt, die eventuell auftretende Feuchtigkeit abführen kann. Bei den heutigen Systemen zur Kerndämmung ist diese Hinterlüftung allerdings nimmer zwingend erforderlich.

Aufgrund des geringen baulichen Aufwandes ist die Untersparrendämmung relativ kostengünstig. Zwischensparrendämmung: Bei der Zwischensparrendämmung handelt es sich annäherungsweise am häufigsten gewählte Dämmungsart. Sie bietet sich zum eigenhändigen Dämmen des Dachbodens an und wird zumeist woraufhin mit Trockenbauwänden überdeckt. Sie liegt preislich im mittleren Bereich und bringt den bereits erwähnten Nachteil mit sich, dass die Sparren als Kältebrücken verbleiben. Aufsparrendämmung: Bei der Aufsparrendämmung handelt es sich um effektivste Form der Dachdämmung, allerdings ist sie auch besonders aufwändig und somit teuer. Die Dämmung kann nur bei komplett abgedecktem Dach erfolgen, darum ist sie a fortiori im Zusammenhang einer ohnehin anstehenden Dachsanierung empfiehlt sich. Diese Dämmungsart bietet als Gegengabe zu den hohen Kosten eine vollflächige, wärmebrückenfreie Isolierung. Welcher Dämmstoff eignet sich für den Dachboden? Ihnen symbolisieren die Dachdämmung viele verschieden Materialien zur Auswahl, deren besonders häufig verwendeten Mineralwolle über Styropor bis zu den natürlichen Dämmmaterialien wie Holzfasern, Hanf und Flachs.

Nun gibt es eine Pflicht zur Dachdämmung – entweder wird die oberste Geschossdecke oder das Dach selbst hinterher gedämmt. Hier strebt der Gesetzgeber ein U-Wert von maximal 0,24 Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/qmK) an. Wer prüft die Dämmmaßnahmen? Eine mögliche Prüfung der Maßnahmen obliegt der Bauaufsicht. Grundsätzlich ist der Bauherr für die Einhaltung der Vorschriften verantwortlich. Dem Eigentümer droht ein Ordnungsgeld von so weit wie 50.000€, wenn er die Anforderungen der EnEV nicht einhält. Gibt es eine staatliche Förderung? Für eine Dachdämmung gibt es in praktisch allen Fällen eine Förderung. Durch sie senken sich die Investitionskosten der Dach-Dämmung und die Amortisationszeit verkürzt sich. Die KfW-Bank bietet auf der einen seite zinsgünstige Kredite an, andererseits auch Zuschüsse für Maßnahmen der Dämmung (Kosten für Handwerker und Material). Für eine Dach-Dämmung gibt es die Programme 430 (Zuschuss) und 152 (Kredit). Die Anträge für beide Programme müssen die Bauherren zwischen einem Energieberater und vor der Umsetzung stellen.

Sie ist die wohl schnellste Möglichkeit, ein Dach zu dämmen: die Einblasdämmung. Für diese Dämm-Methode gibt es jetzt bei ISOVER ein innovatives Material, das nicht nur durch eine herausragende Dämmwirkung, sondern auch noch durch weitere Vorteile überzeugt. Die Einblas-Mineralwolle wurde speziell für die Dämmung von geneigten Dächern bzw. von Dachböden entwickelt. Sie kann entweder hohlraumfüllend ein- oder freiliegend aufgeblasen werden und liefert sicherlich hervorragende Dämmwerte. Wärmebrücken werden aufgrund der hohen Flexibilität der Mineralwolle verhindert, denn dieses Material füllt selbst kleinste Ecken verlässlich aus. Die Einblas-Mineralwolle behält auch langfristig ihr Volumen und sackt nicht zusammen, die Dämmwirkung ist also langfristig gewährleistet – gleichermaßen ideal für die Sanierung und den Neubau. Und wer bisher bei der Einblasdämmung ein partikelbedecktes Heim befürchtete, kann jetzt aufatmen: Die Staubentwicklung ist minimiert und fällt bei professioneller Ausführung nimmer ins Gewicht. Aufgrund ihrer Struktur rieselt die Einblas-Mineralwolle auch nicht nach. Großes Gewicht hat hingegen ein Sicherheitsfaktor, den das Material mitbringt: Wir haben von Natur aus unbrennbar, erfüllt die Anforderungen der höchsten Euroklasse A1 und trägt so maßgeblich zum vorbeugenden Brandschutz bei. Außerdem verringert die neue Einblas-Mineralwolle die erforderliche Materialmenge um so weit wie 50% gegenüber Dämmstoffen wie Zellulose, Holzfaser oder Steinwolle – und das bei gleicher Dämmwirkung. Materialverlust wie z.B. der oft unvermeidliche Verschnitt bei Plattendämmung ist ausgeschlossen. Entsprechend zeitsparender und günstiger kann die neue Dämmung eingebracht werden: Ein Standard-Dachgeschoss lässt sich auf diesem Wege problemlos innerhalb einmal komplett dämmen – ohne besondere Vor- und Nacharbeiten.

Trotzdem ist die Kerndämmung aus bauphysikalischer Sicht ein Kompromiss, da sie ein hohes Risiko für Wärmebrücken und damit Energieverluste birgt. Auch bei fachgerechter Ausführung können Wärmebrücken durch die Beschaffenheit des Mauerwerks sowie die Anschlüsse von Fenstern, Türen und Versorgungsleitungen oft nicht bei weitem nicht werden. Zudem wird die Dicke der Dämmschicht bei Altbausanierungen durch die Breite des Hohlraums vorgegeben. Zweischalige Fassaden kamen ca. Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert in Gebrauch, um den Wetter- sowie den Wärmeschutz von Gebäuden zu verbessern. Das äußere Verblendmauerwerk, das beispielsweise verklinkert sein kann, dient dem Schutz vor Witterungseinflüssen. Die Innenschale sollte den Wärmeschutz erhöhen, ist ohne zusätzliche Dämmschicht dazu aber nur in geringem Maße in der Lage. Bei Altbauten sind die Hohlräume von zweischaligen Außenwänden meist zwischen 1,5 und 12 cm breit. Weitgehend sind ihre Öffnungen und Fugen undicht, so, dass an diesen Stellen viel Wärmeenergie entweicht. Durch Kondensatbildung können außerdem Schimmel und Feuchtigkeitsschäden entstehen.