Dämmung

Dämmen

Je niedriger der endgültige Verbrauch des Hauses, desto günstiger fällt die Förderung aus. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat hierfür gleich zwei Innovationsförderprogramme für energieeffizientes Bauen, nämlich für Solarthermieanlagen und Wärmepumpen. Letztere ist abhängig von den Jahresarbeitszahlen und der generellen Systemeffizienz. Die Fördersumme variiert nach der verwendeten Wärmepumpe und dem Zubehör: Einfache Luftwärmepumpen werden mit 1.300 bis 1.600 Euro unterstützt, die Fördermittel für eine effizientere Solewärmepumpe mit zusätzlichem Pufferspeicher können bei so weit wie 12.300 Euro liegen. Für die Förderung von Solarthermieanlagen sind verschiedene Konditionen möglich, grundsätzlich werden Anlagen zwischen 20 und 100 Quadratmetern gefördert. Für eine Warmwasseranlage gibt es so weit wie 75 Euro pro Quadratmeter, bei einer Unterstützung der Heizung steigt der Betrag auf so weit wie 150 Euro. Kombinationen mit anderen förderfähigen Anlagen oder das Erreichen von Effizienzanforderungen ermöglichen zudem verschiedene Boni. Nachhaltigkeit hat ihren Preis, a fortiori beim Einzug ins eigene Heim. Wer über die allgemeinen Vorgaben der Energieeinsparverordnung hinaus energieeffizient bauen möchte, muss mit erheblichen Mehrkosten für die entsprechenden Maßnahmen rechnen. Immerhin werden die zumindest teilweise von verschiedenen Fördermöglichkeiten gedeckt, wichtigster Aspekt wird vielfach dennoch der Kosten-Nutzen-Vergleich bleiben. Ob und wann sich Mehrausgaben für Gebäudedämmung, Lüftungsanlagen, Solarthermie, Photovoltaik und Wärmepumpen amortisieren, lässt sich manchmal nur schwer einschätzen. Trotz allem macht jeder Versuch, erneuerbare Energien effizient und vielleicht sogar gewinnbringend zu nutzen, jedenfalls Sinn. Im Zweifelsfall müssen die dahingehenden Maßnahmen eben dem finanziellen Rahmen angepasst werden, als Zukunftsperspektive werden sie langfristig nicht zu umgehen sein.

Bei sehr schmalen Hohlräumen ist zu überlegen, ob eine Kerndämmung wirklich eine sinnvolle Dämmmaßnahme ist – wegen die Energieeffizienz des Hauses ist ein Wärmedämmungsverbundsystem (WDVS) hier meist eine deutlich bessere Lösung. Gegebenenfalls lassen sich eine Kerndämmung und ein WDVS auch miteinander kombinieren, in etwa Energieeffizienz des Hauses auf sehr hohem Niveau zu optimieren. Eine nachträgliche Kerndämmung ist vorwiegend ab einer Hohlraumbreite von etwa 3,5 bis 4 cm möglich. Zur Feststellung, ob ein durchgängiger Hohlraum vorhanden ist und zur Bestimmung der Hohlraumbreite unternimmt ein Fachhandwerker eine endoskopische Untersuchung vor – anhand ihrer Ergebnisse entscheidet er, ob eine nachträgliche Kerndämmung überhaupt in Frage kommt. Anschließend werden die Positionen der Bohrlöcher für die Einblasdämmung festgelegt. Gegebenenfalls können undichte Stellen in der Gebäudehülle durch einen sogenannten Blower Door Test (Differenzdruck-Messverfahren) ermittelt werden. Der Test ist beispielsweise vor Granulatdämmungen wichtig, um Verrieselungen des Dämmstoffs zu vermeiden. Alternativ kann der Hohlraum auch selbst vermessen werden.

Falls eine doppelschalige Fassadenkonstruktion mit Kerndämmung für einen Neubau vorgesehen ist, wird die mindestens 11,5 cm dicke Außenschale aus frostbeständigem Material errichtet. Zur tragenden Innenschale weist sie einen lichten Abstand von mindestens 15 cm auf. Als Dämmstoffe können Platten, Matten, Granulate, Schüttungen oder Ortsschäume zur Verwendung kommen. Hinterlüftete doppelschalige Fassaden mit Kerndämmung dienen zur Herstellung einer nachhaltigen Feuchtigkeitsbalance der Außenwand. Voraussetzung für ihren Einbau ist, dass sich der Abstand zwischen den Mauerschalen auf mindestens 15 cm beläuft. Die Wärmedämmung wird auf die tragende innere Wand montiert, die Hinterlüftungsebene zwischen Dämmschicht und Außenschale ist mindestens 4 cm breit. Kondenswasser, das sich an der Außenschale oder zwischen tragender Wand und Dämmschicht bildet, kann aufgrund der Luftzirkulation trockenen, an der Rückseite der äußeren Schale fließt anfallendes Schlagregenwasser ab. Für eine solche Lösung ist eine diffusionsoffene, Dämmung nötig, die beispielsweise aus Mineralwollplatten oder kapillaraktiven Kunststoffen, aber auch aus Naturdämmstoffen bestehen kann. Ja bei einer hinterlüfteten Vorhangfassade sind Feuchteschäden bei einer solchen Konstruktion sozusagen ausgeschlossen. Experten sind der Ansicht, dass zweischalige Fassadenkonstruktionen mit Kerndämmung fast immer besser sind als ihr Ruf – nun gar hinterlüftete Konstruktionen ermöglichen nicht nur eine hohe Wärmedämmungsleistung, sondern auch eine exzellente Feuchtigkeitsbalance der Außenwand, vorallem mit der passenden Fenstertechnik. Auch bei Kerndämmungen ohne Hinterlüftung ergeben sich spätere Probleme in der Summe aus vermeidbaren Faktoren. Nicht fachgerechte Ausführung der Dämmarbeiten: Beispielsweise führen nicht dichtstoßende/stoßversetzte Dämmplatten zu deutlichen Einschränkungen der Dämmungsleistung. Dampfbremsende Beschichtungen auf der Außenschale können Gebäudeschäden nach sich ziehen. Mechanische Beschädigungen der Dämmschicht: Mechanische Beschädigungen der Dämmschicht haben ihre Ursache beispielsweise in Verlegungsfehlern oder Mauerankern.

Bevor die Jahreszeit beginnt, sollten sich Haus- und Wohnungseigentümer wie Mieter überdenken, wie sich die Sommerhitze in den Wohnräumen es empfiehlt sich verringern lässt. Während Klimageräte zu den größten Stromfressern im Haushalt gehören, verhindert ein intelligenter Hitzeschutz, dass die Wärme überhaupt erst in Ihre Wohnräume eindringt. Selbst unter extremen Bedingungen lassen sich so in unseren Breitengraden auch ohne Klimageräte angenehme Innenraumtemperaturen erreichen. Richtiges Lüften: Tagsüber sollte der Luftwechsel auf das Notwendigste beschränkt bleiben. Erst nachts und in den frühen Morgenstunden sollte die kühle Luft in die Wohnung gelassen werden. Außenliegender Sonnenschutz: Bringen Sie vorn Fenstern einen außenliegenden Sonnenschutz an, par exemple Jalousien, Rollläden oder Fensterläden. Weniger wirksam sind Sonnenschutzfolien oder Innenrollos. Dämmung: Man kennt jemanden Haus oder seine Wohnung zum Schutz vor winterlicher Kälte dämmt, hat auch im sommer Lichtstreif am Horizont auf angenehme Temperaturen. Luftdichtheit: Insbesondere bei Wohnungen im Dachgeschoss muss die Gebäudehülle luftdicht sein. Sommers heizt sich die Luft untern Dachziegeln nämlich schnell auf bis zu 80 °C auf und sollte dann keinesfalls in die Wohnräume gelangen. Wenn Sie Ihr Haus mit einer guten Dämmung vor Sonne und Hitze geschützt haben, werden Sie kein Klimagerät mehr benötigen. Wer auf ein Klimagerät trotzdem nicht verzichten will, gut daran tun, zu möglichst für ein vom Fachmann fest eingebautes Splitgerät entscheiden. Denn mobile Monogeräte sind weniger effizient und sie können außerdem nur geringe Kühlleistungen erbringen.